FVgg-Serie reißt
FVgg Neudorf – FC Germania Forst 3:4 (1:1)
Die FVgg verliert mit 4:3 gegen den Relegationsaspiranten aus Forst und muss erstmals nach fünf Spielen ohne Pleite als Verlierer das Feld verlassen.
Die Tore erzielten „Rama“ Salama Mansour und Marius-Andrei Petre jeweils vom „Punkt“ sowie Jonathan Dollinger.
Mit breiter Brust und dem Vorhaben, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen, gingen die Rot-Schwarzen in das drittletzte Heimspiel der Saison.
Nach gut zehn Minuten bereits die erste Torchance durch den aufgerückten Kistner. Auch den Nachschuss konnte Akyol nicht verwerten (12.). Nur wenige Minuten später schlugen die Gäste ihrerseits mehr oder minder auf dem Nichts zu (18.).
Dies tat dem FVgg-Spiel jedoch keinen Abbruch. Die Hausherren zeigten sich bissig in den Zweikämpfen und ließen die Kugel phasenweise gut laufen. In Minute 33 führte einer der gut herausgespielten Angriffe zum Ausgleich. Volkov zog mit hohem Tempo in den Strafraum, wo er glasklar zu Fall gebracht wurde. Logische Konsequenz war Strafstoß, den Routinier Salama Mansour souverän versenkte (33.). Die FVgg blieb weiter dran. Dollingers Kopfball strich nur knapp über den Querbalken (38.). Die letzte Chance des ersten Abschnitts gehörte dem emsigen Demirpolat, der allerdings mit seinem Abschluss in Forsts Keeper seinen Meister fand (44.).
Mit einem 1:1-Zwischenstand ging es schließlich in die Kabine. Die FVgg war deutlich aktiver, konnte jedoch aus der Chancenüberlegenheit kein Kapital schlagen.
Die Coaches zeigten sich zufrieden und appellierten an ihre Mannen sich für den Aufwand zu belohnen.
Entsprechend das gleiche Bild zu Beginn der zweiten Halbzeit. Akyol hatte erneut mit einem Hochkaräter die Chance zum 2:1, verfehlte jedoch freistehend das Gehäuse (56.). Und während man selbst teils beste Chancen nicht nutzen konnte, schlug der Gast abermals zu und ging seinerseits mit 2:1 in Front (60.). Dieses Mal allerdings begünstigt durch Leichtsinn in Sachen Defensivarbeit. Doch wäre dies nicht schon hart genug, folgte kurz darauf sogar noch das 3:1 (63.). Die Gastmannschaft zeigte sich an diesem Tag bis dato hocheffizient. Die FVgg war sichtlich beeindruckt und brauchte zunächst etwas, um den Doppelschlag abzuschütteln.
Mehr oder weniger aus Zufall, zumindest was die Entstehung betraf, dann der Anschlusstreffer. Akyol wurde letztlich beim Einschussversuch zu Boden gerissen. Der jederzeit souveräne und nahezu tadellos leitende SR Schwechheimer zeigte folgerichtig auf den Punkt und verwies zudem den Forster Akteur mit der Roten Karte des Platzes (68.).
Der kurz zuvor eingewechselte Petre trat zum zehnten Mal an und verwandelte auch dieses Mal sicher (69.). Saisontreffer Nr. 18 für den Verbandsliga-erfahrenen Stürmer! Noch gut 20 Minuten waren zu gehen, die FVgg in Überzahl; eine Frage der Zeit bis der Ausgleich fällt, wie sicher so mancher FVgg-Fan dachte; doch das Gegenteil trat ein. Die FVgg war nun kurioserweise merklich von der Rolle.
So stand wieder einmal Gundermann im Rampenlicht, der nur drei Minuten später mit einer starken Parade seine Farben im Spiel hielt (72.).
Doch auch dies wirkte nicht wie ein Weckruf. Wieder nur drei Minuten später war die FVgg-Defensive nicht im Bilde, zum Leidwesen von Gundermann der im Stich gelassen wurde und im dritten Versuch das Leder nur noch hinter der Linie parieren konnte (75.).
Erneut ein Rückschlag zur Unzeit, von der sich die Truppe nicht mehr vollends erholte.
Zwar gelang FVgg-Abwehrchef Dollinger mit seinem Offensivdrang noch der 3:4-Anschlusstreffer (86.), doch man konnte auch bis zur fünften Minute der Nachspielzeit nicht mehr entscheidend punchen, so dass es bei der durchaus unnötigen 3:4-Niederlage blieb.
Die Chance zur Rehabilitierung bietet sich bereits am kommenden Samstag beim Derby-Klassiker in Hambrücken!
Alle Fans und Gönner der FVgg sind natürlich herzlich eingeladen, dem Derby beizuwohnen und die FVgg zum nächsten Sieg zu peitschen!
Aufstellung:
Gundermann – Demirpolat (83. Iqtifan), Kistner, Dollinger, Volkov – Goguadze (55. Wiedemann), Kappes, J. Jäckle – Salama Mansour (67. Petre), Akyol, N. Jäckle (25. Seferi)
Bank: Wolkowicki (ETW)
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